Themen für Abschlussarbeiten (Master und Bachelor)

Themen für Abschlussarbeiten (Master und Bachelor)

Thema 1: Europäische Makroregionen als Testfall europäischer Raumplanung?

Seit 2004 gelten die europäischen Makroregionen als neue Ebene europäischer grenzüberschreitender Raumentwicklungspolitik. Makroregionen basieren hauptsächlich auf naturräumlichen Abgrenzungen, die allerdings ebenfalls politische Kalküle widerspiegeln. Begonnen wurde mit den Strategien für Makroregionen im Ostseeraum und entlang der Donau. Die Alpenregion und die EU Strategie für Adriatic and Ionian Region sind jüngeren Datums. Weitere werden folgen. Ziel der EU Strategien für Makroregionen ist es, räumliche Förderprogramme der EU und der Mitgliedstaaten über Grenzen und Ebenen besser zu verzahnen. Die Arbeit kann sich mit dem Ansatz insgesamt oder einer einzelnen Region beschäftigen.

Thema 2: Europäische Infrastrukturplanung / TEN-T

Seit Jahrzehnten unterstützt die EU die Planung und Umsetzung großer europäischer Infrastrukturvorhaben. Insbesondere im Bereich der Verkehrsinfrastrukturen (insbesondere Schienen- und Wasserwege) und der grenzüberschreitenden Energieinfrastrukturen haben sich die Voraussetzungen für die Umsetzung durch verschiedene Maßnahmen mutmaßlich verbessert (Benennung von Koordinatoren, Einrichtung der Innovation and Networks Executive Agency, Connecting Europe Facility). Zudem haben sich entlang der Korridore Netzwerke aus Planungsträgern und Wissenschaft gebildet, die die Umsetzung begleiten und befördern (siehe Beispiel Code 24 Rotterdam – Genua). Die Arbeit soll sich mit diesen Entwicklungen auseinandersetzen und die TEN im Bereich Verkehr und oder Energie als Labor transnationaler Planung betrachten.

Thema 3: Urbane Reallabore als Mittel der Stadtentwicklung

Die Europäische Kommission forciert seit einiger Zeit die Umsetzung Urbaner Reallabore als Mittel einer nachhaltigen und inklusiven Stadtentwicklung. Urbane Reallabore setzen auf nutzergetriebene Innovationen und können als Fortentwicklung der Bürgerbeteiligung gesehen werden. Grundsätzlich stammt das Modell aber aus der Produktentwicklung der IT- und Softwarebranche (Design-Thinking). In Deutschland hat sich das Land Baden-Württemberg um die verstärkte Anwendung des neuen Instruments im Kontext der kleinräumigen Stadterneuerung bemüht. (Weitere Informationen)

Die Arbeit soll sich mit den Prinzipien und Erfolgsaussichten des neuen Instruments beschäftigen.