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Zukunft Stadtregion Ruhr [Zukur]
Metropolitan regions in Europe (DFG)

 completed projects

Lokale Generierung handlungsrelevanten Wissens in der lokalen Klimapolitik (DFG)
Scientific policy advice in spatial planning (IAK, ARL)

Zukunft Stadtregion Ruhr [ZUKUR]

DEI

Beginn: Juli 2017

Dauer: 3 Jahre

Umfang: 1,8 Millionen Euro

ZUKUR ist das Akronym für ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Forschungsprojekt, an dem neben 10 Fachgebieten der Fakultät Raumplanung auch drei Praxispartner teilnehmen. ZUKUR steht für Zukunft-Stadt-Region-Ruhr.

Das Projekt strebt an, die Erhaltung natürlicher Lebensgrundlagen im Sinne einer Klimaresilienz und die universelle gesellschaftliche Teilhabe zur Bewältigung sozial-ökologischer Ungleichheit mit den spezifischen Eigenarten der Städte im Ruhrgebiet zusammenzudenken. Dieses Zusammendenken fehlt noch in der Lebenswirklichkeit der Städteregion Ruhr, die von erheblichen sozial-ökologischen Ungleichheiten und Klimarisiken geprägt ist.

ZUKUR begleitet den anhaltenden Transformationsprozess der Region auf drei räumlichen Ebenen. Die drei Ebenen Region, Stadt und Quartier bilden jeweils Kulissen für Reallabore. In diesen sollen mit den Praxispartnern sowie Bürgerinnen und Bürgern innovative Lösungen zum Umgang mit Klimarisiken und sozial-ökologischer Ungleichheit entwickelt werden.

Zu den Praxispartnern gehören der Regionalverband Ruhr / RVR (Reallabor Region), die Stadt Bottrop (Reallabor Stadt) und die Stadt Dortmund (Reallabor Quartier Dortmund-Marten).

Das Fachgebiet Europäische Planungskulturen ist beteiligt an den Arbeitspaketen 4 und 5


Metropolitan regions in Europe (DFG)

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DE|

Steuerung und Planung in Metropolregionen im Wandel. Ein internationaler Vergleich in den Ländern Deutschland, Italien und Frankreich

Beginn: Herbst 2016

Dauer: 3 Jahre

Die raumstrukturelle Entwicklung vieler Staaten Europas ist durch einen ausgeprägten und anhaltenden Prozess der Metropolitanisierung gekennzeichnet, der raumplanerisch bewältigt werden muss. Metropolregionen sind die Ziele von Zuwanderung und damit Orte gesellschaftlicher Integration. Sie lassen hohe Umweltbelastungen erkennen, produzieren neue Formen großräumiger sozialer Ungleichheit und zeigen in vielen Fällen unzureichende Formen der Metropolitan Governance, die auf Koordinationsmängel in der Raum- und Infrastrukturplanung, der Verkehrsplanung sowie manch anderer öffentlicher Leistung hinweisen (Abfallentsorgung, Energieversorgung, Wohnungspolitik, öffentlicher Verkehr).

Zugleich gelten Metropolregionen in der Wirtschafts- und Raumentwicklungspolitik als Zugpferde der Wissensökonomie und werden auf unterschiedliche Weisen durch nationale Raumentwicklungspolitiken unterstützt. Entsprechende Initiativen finden sich in Deutschland und in Frankreich. Vor diesem Hintergrund haben einige Staaten Europas die wohlfahrtsstaatliche Funktion der Metropolregionen in ihren Raumentwicklungspolitiken teilweise neu definiert und den wettbewerbsorientierten Entwicklungs- und Innovationsfunktionen mehr Bedeutung verliehen.

In dem Projekt wird im Vergleich der Länder Deutschland, Italien und Frankreich die Frage beantwortet werden, in wie weit den Metropolregionen im Zuge der genannten Initiativen als strategischer Ebene der Raumentwicklung eine veränderte Bedeutung zukommt und inwiefern sich dieser Bedeutungsgewinn (oder Verlust) in vier Dimensionen des Vergleichs niederschlägt. Es wird nachvollzogen, ob sich der Wandel in der Dimension der formalen Kompetenzen (Planungssystem, wohlfahrtsstaatliche Funktionen, Institutionen), der sozialen Reproduktionsfunktion oder der wettbewerbsorientierten Produktionsfunktion, der die Reform anleitenden Ideen oder der räumlichen Zuschnitte abspielt. Im Projekt soll auch die Diskussion zum Vergleich von Planungssystemen aufgenommen und weiterentwickelt werden, indem entlang der Dimensionen des Vergleichs (Institutionen, Funktionen, Ideen, räumliche Zuschnitte) Beziehungsverhältnisse aufgebaut werden, die die jüngsten Entwicklungen in Deutschland, Frankreich und Italien in ihren Unterschieden beschreibbar und erklärbar machen können. Ein solcher mehrdimensionaler Zugang scheint geboten, um der beobachtbaren Vielfalt in den europäischen Metropolregionen gerecht zu werden. Dies ermöglicht es auch, die Trends der Konvergenz und Divergenz genauer zu erfassen.

Daher stellen sich die folgenden die Forschung anleitenden Fragen:

  • Welche Formen und Strategien der Metropolenpolitik sind auf den verschiedenen Ebenen (nationale Raumordnungspolitik; Metropolregionen) beobachtbar und wie werden diese begündet (Dimension der Ideen)?
  • Welche staatlichen Leistungen (soziale Reproduktion und Produktion) werden im Bezugsraum einer Metropolregion wie erbracht und welche Folgen ergeben sich daraus für eine strategische Koordination auf der Ebene der Region?
  • Kann Raumplanung (spezifischer die überörtliche, regionale Planung in ihrer jeweiligen nationalen Prägung) in Metropolregionen eine integrative und koordinierende Funktion übernehmen? Welche Formate und prozessualen Elemente kommen dabei zur Anwendung?

EN|

Changing Governance and Planning in Metropolitan Regions. An international comparison of Germany, Italy and France.

Start: autumn 2016
Duration: 3 years

The function of metropolitan regions is currently re-defined in many European states due to changes in the welfare states and ever increasing global competition. In some states such as France and Italy, but also Germany we observe the emergence of scale specific governance arrangements and planning policies. The developments in the mentioned states illustrate different pathways: in Germany bottom-up, slowly and therefore contingent upon regional contexts, in France and Italy more top down with strong incentives given by central government.  Regional planning is given different emphasis. The objective of the proposed research is the description and subsequent analysis of the development paths in national spatial development policies with regard to the concept of metropolitan regions in the three states. The proposed research project seeks to find out if we can observe divergent or convergent developments. Empirically the comparison is organized around four dimensions: institutional aspects, functional aspects (competition, welfare policies), ideas (reasons and arguments) and spatial aspects. This differentiated approach allows for a more nuanced description of convergent or divergent developments. The empirical approach follows a multilevel-comparison. We compare two regions within each state and three states and six regions in total. In consequence we can distinguish national from local/regional influences.

The research questions are:

  • Which formats and strategies are observable on which scale and how are they justified (Dimension of ideas)?
  • Which public functions are accomplished in metropolitan regions and which are the implications for strategic coordination on the level oft he metro region?

completed projects

Lokale Generierung handlungsrelevanten Wissens in der lokalen Klimapolitik (DFG)

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DE|

In der interdisziplinären Forschergruppe wird aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nachgegangen, warum sich Städte für bestimmte Strategien und Maßnahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung entscheiden und wie diese begründet werden? Es kooperieren Wissenschaftler aus den Bereichen Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Bauingenieurwesen und Stadtplanung.

  • Die einzelnen Teilprojekte beschäftigen sich mit den folgenden Inhalten:
  • Städtewettbewerb, Städtenetze und lokales Politiklernen im Klimawandel
  • Lokale Strategien zum Klimaschutz und Klimaanpassung in Flächenmanagement und Immobilienwirtschaft
  • Städtische Verkehrsplanung und Verkehrsmanagement- Lokale Formierung handlungsrelevanten Wissens im europäischen Kontext
  • Verwaltungsalltag: Generierung von Wissen in der Planungs- und Umweltverwaltung

Im Teilprojekt “Verwaltungsalltag: Generierung von Wissen in der Planungs- und Umweltverwaltung” soll gezeigt werden, welche Routinen der Problemverarbeitung sich in den Verwaltungen der drei Städte Stuttgart, München und Frankfurt am Main entwickelt haben. Zudem soll aufgezeigt werden, welche Wissensstrategien in den Kommunalverwaltungen gewählt werden, um Unsicherheit zu minimieren und innovative Praktiken auf den Weg zu bringen. Das Projekt untersucht auch, ob und wie der organisatorische Aufbau der gesamten Verwaltung, die den Ämtern zugeordneten Aufgabenbündel sowie Organisationsveränderungen die Generierung von handlungsrelevantem Wissen in der Planung beeinflussen. Die Fallstudienarbeit verläuft entlang einzelner räumlich und zeitlich eingegrenzter Planungsepisoden (Städtebaulicher Vertrag, Klimaprogramm, Stadtentwicklungskonzept, Entwicklungsmaßnahme).

Weitere Informationen finden sie hier.

 

Publikationen

Urban Research and Practice, Special Issue on Local Climate Policies, Vol. 8, Issue 3

Zimmermann, Karsten; Boghrat, Jasmin; Weber, Meike (2015): The epistemologies of local climate change policies in Germany, in: Urban Research and Practice, Special Issue on Local Climate Policies, Vol. 8, Issue 3, 303-308

Jasmin Boghrat/Meike Weber/Karsten Zimmermann/Wolfram Lamping 2014: Kommunalverwaltung und Klimawandel. Wissensgenerierung, Framing, und die Erzeugung von Handlungsfähigkeit, in: dms – der moderne staat – Zeitschrift für Public Policy, Recht und Management, 7. Jg., Heft 2/2014, 289-309

Heinelt, H./ Lamping, W. (2015): Wissen und Entscheiden. Lokale Strategien gegen den Klimawandel in Frankfurt am Main, München und Stuttgart. Frankfurt am Main Campus

 

Projektleiter

Prof. Karsten Zimmermann

Publications: Special Issue Re-Scaling Metropolitan Governance in Europe, Raumforschung und Raumordnung, Volume, 75, Issue 3,

Prof. Julian Wékel

TU Darmstadt, Fachbereich Architektur, Fachgebiet Entwerfen und Regionalentwicklung

 


Scientific policy advice in spatial planning (IAK, ARL)

DEI

Wissenschaftliche Politikberatung in der Raumplanung

Thema des Forschungsvorhabens sind Wissensinfrastrukturen, die politikrelevantes Wissen für das Politikfeld der Raumordnung erzeugen, ihre Organisationsform und Funktion sowie die Art und Weise, wie diese Expertise verfügbar gemacht wird und in Planungs- und Entscheidungsprozesse einfließt.  Der Fokus liegt dabei auf staatlichen Forschungseinrichtungen an der Grenze zwischen Wissenschaft und Politik, die eine Scharnierfunktion übernehmen und  Prozesse moderieren, Gutachten, Pilot- und Auftragsforschungen vergeben, deren Qualität prüfen und selbst Expertisen erstellen. Der Ländervergleich mit Wissensinfrastrukturen in den Niederlanden und der Schweiz ermöglicht es, einen Beitrag zum Vergleich europäischer Planungssysteme zu leisten.

Der Fragestellung wurde bereits bei der AESOP-Konferenz 2014 in Utrecht präsentiert und  im Februar 2015 in einem Workshop mit Fachleuten aus Deutschland und den Niederlanden diskutiert . Darüber hinaus wird am Fachgebiet eine Dissertation von Patricia Feiertag zu diesem Thema erarbeitet.

Vorträge und Publikationen:

Zimmermann, Karsten; Feiertag, Patricia: “Cultures of Expertise– a comparative view on the Dutch and German Planning System”, Konferenz: AESOP Annual Congress 2014 “Form control to co-evolution”, Universität Utrecht,9.7.2014

 

Bearbeiter:

Prof. Karsten Zimmermann, Patricia Feiertag

 

ENI

Scientific policy advice in spatial planning

Evidenced based planning is a salient issue and evokes questions about the role of expertise and scientific policy advice in spatial planning. The paper considers recent trends in the debate on scientific policy advice (crises of expertise, privatization/democratization of expertise, blurring of boundaries between science and policy) and reflects upon these trends against the background of the particular situation of scientific policy advice in spatial planning in Germany. Many insights from the wider debate on policy advice also hold true for spatial planning. However, spatial planning, at least in Germany, reveals some particularities. The scientific foundation of spatial planning is interdisciplinary and the gap between science and practice is probably less visible compared to other scientific disciplines. This makes dualistic approaches (science – policy boundaries) questionable. At the same time recent trends towards Gesellschaftsberatung (advice for society), transformative science and transdisciplinarity are attractive directions in spatial planning.

 

Publications:

Special Issue Disp- The planning Review, forthcoming:

Gérard Hutter und Andreas Otto: Raumwissenschaft und Politikberatung – am Beispiel von Projekten zur Klimaanpassung in Städten und Regionen

Karsten Zimmermann: Relevanz, Wandel und Anforderungen wissenschaftlicher Politikberatung in der Raumplanung

Patricia Feiertag: Politikrelevantes Wissen erzeugen und vermitteln

Pluralisierung und veränderte Rolle der Politikberatung in den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland

Lina Berglund Snodgrass and Simin Davoudi: Conceptualising knowledge in spatial planning, and notion of ‘the political’

 

See also PhD project of Patricia Feiertag