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Die Fachgebietsforschung kann unter dem Thema der ‚Europäisierung der räumlichen Planung’ zusammengefasst werden. Dies betrifft sowohl die vertikalen Aspekte der Europäisierung (durch internationale oder EU-Einflüsse auf die Planungssysteme in EU Mitgliedsstaaten), als auch horizontale Prozesse grenzüberschreitender Kooperation. Konzeptionell liegt der Schwerpunkt auf institutionellen und kooperativen Ansätzen. Methodisch gilt das Interesse vor allem vergleichenden Studien.

Die folgenden Themen illustrieren die Forschungsinteressen des Fachgebiets:

  • Integration der räumlichen Aspekte von Fachpolitiken; einschließlich der Frage der Reichweite und Effizienz von Planungssystemen für die Integration von Sektorpolitiken, und der sich daraus ergebende Bedarf für institutionelle Veränderungen auf europäischer und nationaler Ebene.
  • Europäische Raumplanung und territoriale Kooperation; und die Identifikation des Mehrwertes transnationaler Kooperation und der Bedingungen, unter denen transnationale Netzwerke und Lernprozesse zu institutionellen und politischen Innovationen in grenzüberschreitenden oder transnationalen Regionen führen können.
  • Kommunikative und institutionelle Herausforderungen für die Netzwerk-Gesellschaft; einschließlich der Frage, wie Netzwerke und funktionelle Beziehungen in Planungsprozessen auf transnationaler und Metropolebene verstanden, visualisiert und kommuniziert werden können; und inwiefern kartographische Visualisierungen transnationale Kommunikationsprozesse unterstützen können.
  • Vergleichende Planung und Planungssysteme in Europa; und die Frage, ob und in welchem Ausmaß EU-Einflüsse zur Konvergenz nationaler und regionaler Planungssysteme beitragen.
  • Generierung und Verwendung von wissenschaftlichem Wissen in Planungs-und Entscheidungsprozessen einschließlich des Vergleichs der Wissensinfrastrukturen in verschiedenen europäischen Ländern mit der Frage nach länderspezifischer Ausprägungen und der Relevanz globaler Trends.